Ausgrabungen in den Brunnen der ehemaligen Wüstung Winnefeld

Am 5.9.2009 trafen sich Mitglieder der ArGeKH ( Michael Gebauer, Uwe Lüdeker) mit Archäologen (Prof. Stephan von der Universität Halle und archäologie Studenten) und Mitgliedern des: Kultur-Natur Historischen Dreiländerbundes e.V. ( Vorsitzender: Jürgen Koch) um in zwei Brunnen der ehemaligen Wüstung Winnefeld zu graben.

Winnefeld liegt im Solling direkt an der Straße von Amelith nach Lauenförde. Seit vielen Jahren finden hier Ausgrabungen statt: www.heimatpflege-uslarer-land.de/ausgrabungen_solling/ausgrabung_kirchenruine_winnefeld.php

Bei den Ausgrabungen wurden zwei Brunnen entdeckt und in den letzten Jahren bis in ca. 2m tiefe ausgegraben.

Die ArGeKH arbeitete schon bei den Ausgrabungen im benachbarten Brunnen von Schloss Nienover mit den Archäologen zusammen.




Prof. Stephan und Michael Gebauer an der ausgegrabenen Kirchenruine Winnefeld.




Direkt daneben die aktuellen Ausgrabungen der Wüstung Winnefeld.




Brunnen 1 vor der Grabung.






Und nach der Grabung.

Der Brunnen weist oben einen Durchmesser von 100 cm auf, weitet sich dann auf ca. 120 cm. Zu Beginn wurden in beiden Brunnen Holzreste, organisches Material, zahlreiche Käfer, Frösche und Kröten geborgen. Große Sandsteinblöcke zogen wir mit einem Flaschenzug aus dem Brunnen und gruben ca. 80cm tiefer bis auf eine Tiefe von ca.3m. Am Schluss blieben aber einige riesige Blöcke übrig, die bei der nächsten Aktion mit größerem Aufwand aus dem Brunnen gezogen werden müssen. In Brunnen 1 fanden sich keine Archäologischen Funde.

Parallel wurde im zweiten Brunnen gegraben.





Brunnen 2 vor der Grabung.

Im Brunnen lag ein schwerer Grenzstein, den wir mit dem Flaschenzug nicht bergen konnten. Jürgen Koch organisierte schnell einen Holzrückefahrzeug, das den Stein aus dem Brunnen zog. Der Fahrer war zunächst skeptisch, ob unsere Bandschlingen und Seile das Gewicht aushalten würden.

 









Anschließen zog er noch eine Baumwurzel beim 1. Brunnen heraus, damit die Krone des Brunnens freigelegt werden kann.

Im Brunnen 2 fanden sich Zähne von verendeten Tieren (vermutlich Rinder). Verfärbungen in den Fundschichten deuten darauf hin, dass ganze Tiere im Brunnen verwest sind. Es fanden sich außerdem einige mittelalterliche Scherben.



Nach der erfolgreichen Grabungsaktion wurde vereinbart die Grabung demnächst fortzuführen.

 

Uwe Lüdeker 6.9.2009

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Letzte Änderung:15.09.2009
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